Rezept Kalbshackbraten 'Unsere Art' - Kochrezept Kalbshackbraten 'Unsere Art' nach ein-rezept.de

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Rezept - Kalbshackbraten 'Unsere Art'

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Kalbshackbraten 'Unsere Art'
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200 g Weissbrot
entrindet, in
-Wuerfel geschnitten
Milch
750 g Kalbfleisch mittelfein
-gehackt
1 Grosse Zwiebel ganz fein
-gehackt
60 g Parmesan
frisch gerieben
4 Eigelb
2 tb Petersilie
fein gehackt
1 tb Majoran
gehackt
1/2 ts Lebkuchengewuerz
1 Messerspitze Zimt
Salz
Pfeffer
1 Schweinsnetz
Peter Brunner in zueritipp
-'Hier kocht der Chef'
Vermittelt von R.Gagnaux


Peter Brunner: Kein Thema meiner Kolumnen hat so viel Echo ausgeloest wie die Hacktaetschli meiner Frau. Mit meinem Lieblingsessen bin ich offensichtlich in zahlreicher Gesellschaft, ein guter Grund, mich heute naeher mit dem faszinierenden Thema Hackfleisch zu beschaeftigen. Ausgangspunkt fuer jedes leckere Hackfleischgericht ist - Sie vermuten es bereits, und ich drohe Sie damit zu langweilen, aber es stimmt trotzdem immer wieder - das erstklassige Rohprodukt. Das ist aber ganz sicher nicht das gehackte Dreierlei! Ich will ja den Metzgern nicht unterstellen, dass sie diese Mischung erfunden haben, um beliebige Fleischreste verwerten zu koennen, ohne den Fleischwolf dazwischen reinigen zu muessen. Aber es ist auf der Hand liegend, dass ich kein Kalbfleisch will, das nach Schwein riecht, und dass ich es auch nicht mit dem Rindfleisch zusammen kochen kann, weil dieses eine etwa viermal laengere Kochzeit hat.

Welche Tierart man bevorzugt, ist Geschmackssache, wir verwenden in unserem Restaurant ausschliesslich Kalbfleisch, weil ich daran das besonders intensive Aroma des gebrutzelten Kalbsfetts liebe. Meine Frau laesst sich vom Metzger frisches Kalbsvoressen durch den Fleischwolf drehen und ist, als eher bescheidene Person, immer wieder ueberrascht, wie sich die Metzger ueber diese Zusatzarbeit freuen, weil sie merken: Hier kauft jemand mit Fleischverstand ein.

Im Wesentlichen koennen wir das Hackfleisch auf drei Arten zubereiten: Als Hacktaetschli, als Sauce oder Ragù, wie die Italienerinnen sagen, oder als Hackbraten. Um diesen werde ich mich im Folgenden weiter kuemmern. Ein guter Hackbraten ist gleichzeitig aussen von einem goldbraunen, intensiv duftenden Glanz ueberzogen und innen weich und saftig. Dies erreichen wir mit vier verschiedenen Massnahmen: Zuerst verwenden wir nicht zu mageres Kalbfleisch, Rindfleisch wird viel eher trocken. Als Naechstes geben wir etwa 20 Prozent in Milch eingeweichtes Weissbrot dazu. Dieses saugt das Kalbsfett auf und verhindert so das Austrocknen. Als Drittes umwickeln wir den Braten mit einem Schweinsnetz, beim Metzger meistens gratis erhaeltlich. Das Schweinsnetz hat zwei Aufgaben: Es verhindert, dass der Braten auseinander faellt, und es versorgt ihn laufend mit etwas Fettstoff, sodass er wunderbar gleichmaessig karamellisiert. Uebrigens, wer das Schweinsnetz nicht essen mag, kann es vor dem Servieren entfernen. Als letzte und wichtigste Massnahme schieben wir den Hackbraten roh bei etwa 120 Grad in den Backofen. Dabei wird er mehr im eigenen Saft geduenstet als gebraten, denn eine zu hohe Temperatur wuerde das Fleischeiweiss bekanntlich austrocknen. Anschliessend kann man den Braten stundenlang herumliegen lassen, ohne dass er seine Saftigkeit verliert. Allerdings gilt es zu beachten, dass er wirklich vollstaendig durchgegart ist, denn Hackfleisch ist leicht verderblich.

Erst kurz vor dem Essen drehen wir im Backofen die Grillschlange an und karamellisieren den Hackbraten schoen langsam und gleichmaessig darunter. Noch ein Wort zu den Gewuerzen. Das Faszinierende am Hackfleisch besteht darin, dass man es mit den unterschiedliebsten Gewuerzen ganz praezis abschmecken und innig vermischen kann. Dabei gibt es fuer mich nicht einfach eine allein seelig machende Mischung. Je nach Lust und Laune, vor allem auch je nach Jahreszeit, schmecke ich ihn ganz verschieden ab. Im Fruehling bekommt er viele frische Kraeuter, vor allem Baerlauch, im Sommer viel Basilikum und etwas Tomaten, und im Winter einen feinen, weihnaechtlichen Duft von Lebkuchengewuerzen.

Nach dem Garen laesst er sich uebrigens ohne Qualitaetsverlust einfrieren.

Das Rezept:

Weissbrotwuerfel in Milch einweichen und gut ausdruecken. Mit dem Kalbshackfleisch mischen. Fein gehackte Zwiebel beifuegen, ebenso Parmesan, Eigelb, Petersilie, Majoran, Lebkuchengewuerz und Zimt, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles sehr gut verkneten und mit nassen Haenden zu einer sieben cm dicken Wurst formen.

Das Schweinsnetz in kaltem Wasser einweichen und auf der Arbeitsflaeche ausbreiten. Die Hackfleischwurst darin einwickeln.

Auf einem Blech im Ofen bei 120 Grad ca. neunzig Minuten garen.

Vor dem Servieren unter der Grillschlange rundum karamellisieren und dabei mit dem herausgetretenen Fleischsaft einpinseln.
Wir hoffen, dass Sie mit unserem Rezept "Kalbshackbraten 'Unsere Art'"
zufrieden sind und wünschen Ihnen viel Spaß beim Kochen
und guten Appetit!

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Kalbshackbraten 'Unsere Art'
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